Bandscheibenvorfall (Lasertherapie)

Ein Bandscheibenvorfall (Bandscheibenprolaps; Nukleus pulposus-Prolaps) tritt meist im Bereich der Lendenwirbelsäule (LWS) auf, kann aber auch im Bereich der Halswirbelsäule (HWS) und der Brustrwirbelsäule (BWS) vorkommen.

Die Vorstufe des Bandscheibenvorfalles wird Bandscheibenvorwölbung (Protusion) genannt. Hier bleibt der Faserring geschlossen. Das typische klinische Symptom ist hier der Rückenschmerz durch Dehnung des hinteren Wirbelsäulenlängsbandes. 

Bei einem Bandscheibenvorfall wird der innere Teil der Bandscheibe (Discus intervertebralis), der Nukleus propulsus (innen liegende Gallertkern), durch den Anulus fibrosus (bindegewebiger Ring der Bandscheibe) nach hinten in Richtung Rückenmarkskanal aus dem Bett der Bandscheibe zwischen den Wirbelkörpern gepresst.

Tritt der Nukleus dabei in den Wirbelkanal (Spinalkanal) ein, so wird das Rückenmark (Myelon) komprimiert und es können Lähmung bis hin zur Querschnittslähmung auftreten. Meist tritt der Vorfall aber seitlich in denSpinalkanal, gelegentlich bis in das Nervenaustrittsloch (Neuroforamen) aus. Der betroffene Nerv wird komprimiert und die Durchblutung des Nervensystems ist gestört. Dieser Vorfall ist äußerst schmerzhaft, es treten z.B. die typischen Ischiasbeschwerden auf und es kommt nicht selten zu einer Lähmung des betroffenen Nerven. Hier ist schnelles ärztliches Handeln erforderlich.

Die Voraussetzung für einen Bandscheibenvorfall ist eine Degeneration des Bandscheibefaserrings mit Bildungen von kleinen Einrissen. 

Geschlechterverhältnis: Männer und Frauen sind gleichermaßen betroffen.

Häufigkeitsgipfel: Die Erkrankung tritt vorwiegend ab dem mittleren Lebensalter auf. Das durchschnittliche Erkrankungsalter eines Bandscheibenprolaps liegt zwischen 46 und 55 Jahren.

Die Häufigkeit von Neuerkrankungen (Inzidenz) beträgt ca. 150 Erkrankungen pro 100.000 Einwohner pro Jahr (in Deutschland).

Verlauf und Prognose

Oft verursachen Bandscheibenschäden keine Beschwerden.

Auftretende Schmerzen lassen sich durch eine medikamentöse Behandlung und entspannte Lagerung gut lindern. Die Schmerzen können lokal begrenzt sein oder z. B. in die Arme oder Beine ausstrahlen (Cervicobrachialgien, Lumboischialgien). Man sprich von "Green-flag-Symptomen"

Falls es allerdings auf Grund der Nervenkompression (Einengung von Nerven) zu belastenden neurologischen Störungen kommt, ist meist ein chirurgischer Eingriff erforderlich. So kann es beispielsweise zu Hypästhesien (Taubheitsgefühlen) oder Parästhesien ("Ameisenkribbeln") in den Extremitäten (Arme und Beine) kommen. Es handelt sich hier um "Yellow-flag-Symptome" und die fachorthopädische oder neurochirurgische Vorstellung ist erforderlich!. Meist kann in diesem Stadium durch CT-gesteuerte Injektionen (PRT) eine OP vermieden werden. 

Liegen Harnblasen- oder Mastdarmstörungen vor ist, handelt es sich um einen Notfall, welche binnen 6 Stunden zwingend eine Operation mit Nukleotomie/Entfernung des Vorfalls) erfordert. Es handelt sich hier um sog. "Red-flag"-Symptome.

Diese Webseite verwendet Cookies. So können wir Ihnen das bestmögliche Nutzererlebnis bieten. Weitere Informationen finden Sie in der Datenschutzerklärung.